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Ausgeschlafen für die Schule? Ein Erfahrungsbericht zum Schlaf von Kindern

In Zeiten der Corona-Krise und „Homeschooling“ ist es uns als Eltern wichtig, dass die Kinder eine gewisse Alltagsstruktur behalten. Das hieß vor den Ferien, dass die Kinder zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr aufgestanden sind und um 9.00 Uhr war Unterrichtsbeginn bei Mama. Jetzt in den Ferien ist es natürlich etwas lockerer. Aber die Schule wird nicht ganz links liegen gelassen.

Deutsche Schülerinnen und Schüler schlafen zu wenig

Laut einer DAK-Studie schlafen deutsche Schülerinnen und Schüler zu wenig. Besonders betroffen sind die Schulkinder der oberen Klassen. Die Neunt- und Zehntklässler berichten von sieben Stunden Schlaf pro Nacht. Das ist deutlich weniger als die Konsensempfehlung der American Academy of Sleep Medicine. Für eine optimale gesundheitliche Entwicklung, ist Schlaf ein essentieller Bestandteil. Teenager im Alter von 13 bis 18 Jahren sollten regelmäßig zwischen acht und zehn Stunden schlafen. 

Das ist selbstverständlich nicht immer einfach zu realisieren. Meine beiden Söhne und meine Tochter müssen altersgestaffelt ins Bett. Schließlich braucht der Älteste ja einen „Bonus“. Der Plan ist also, dass unser Küken um 19.30 Uhr in Richtung Bett wandert, Nummer 2 dann gegen 20.00 Uhr und der Große dann um 20.30 Uhr. Nun ja, das ist der Plan und super in der Theorie. Leider aber nicht immer so umsetzbar. Wenn das Fußballtraining dazwischen kommt, das bis 19.30 geht, wird es mit Duschen und Abendessen nichts mit dem Erholungsschlaf um  20.00 Uhr.

Etwas ist mir als Mama in der „unterrichtsfreien Zeit“ sehr aufgefallen: die Kinder sind, obwohl sie morgens nicht allzu lang geschlafen haben und bedingt dadurch dass sie momentan nicht einfach zum Sportplatz können, sich nicht mit Freunden treffen und das ganze Sportangebot wegfällt, abends nicht so ausgepowert wie es zu „normalen“ Zeiten der Fall war. Was natürlich meinem Zubettgehplan der Kinder nicht entgegenkommt.

Erschöpfung und Schlafstörungen

Einer Umfrage zufolge fühlt sich die Hälfte der befragten Schüler tagsüber erschöpft. Ein Drittel leidet sogar unter Schlafstörungen. Mit Kindern, die zu wenig Schlaf bekommen bringen Forscher Aufmerksamkeitsstörungen, Lernprobleme bis hin zu Depressionen in Verbindung.

Wenn man dies liest, dann nehme ich mir vor, unserem Plan tatsächlich treu zu bleiben. Denn wenn wir ehrlich sind - die Kinderleins legen sich nicht ins Bett und machen sofort die Augen zu. Bei uns wird dann noch gelesen und nebenher noch ein Hörspiel gehört. Aber immerhin sind sie im Bett, ruhen sich aus und sind dann eine halbe Stunde später im Land der Träume. Das bedeutet, wenn der Große um 21.00 Uhr schläft und sich um 6.30 Uhr fertig machen muss für die Schule, hat er 9,5 Stunden Schlaf.

Je mehr Medienkonsum desto weniger Schlaf

Laut Expertenmeinung hängt der mangelnde Schlaf mit stark erhöhten Bildschirmzeiten zusammen. Kids, die mehr als vier Stunden täglich vor einem Bildschirm verbringen, schlafen deutlich weniger (im Schnitt 7,3 Stunden), als die, die nur eine Stunde am Tag vor den elektrischen Geräten sitzen (im Schnitt 8,9 Stunden). Natürlich ist das Angebot groß und in Zeiten von Corona und Kontaktverbot nur allzu verlockend.

Dass Kinder bis zu vier Stunden täglich am Bildschirm verbringen erschreckt mich in gewisser Weise. Es ist nicht einfach den Medienkonsum der Kinder einzuschränken, aber bei vier Stunden Medienkonsum bleibt der Schlaf erwartungsgemäß auf der Strecke, bei dem Input der dann auf die Kinder einprasselt. Das muss verarbeitet werden und wann geht das am Besten? Wenn man zur Ruhe kommt und das ist eben abends im Bett.

Um die Kids müde und ausgepowert zu bekommen nutzen wir unseren Garten und das Trampolin. Außerdem machen wir ausgedehnte Spaziergänge und am Wochenende immer eine größere Wanderung.

Eine fortlaufende Analyse der Frankfurter University of Applied Sciences zeigt, dass sich die Schlafdauer bei Schülern im Alter von 11 Jahren innerhalb von drei Jahren um eineinhalb Stunden verringert. Schlafen sie in der 5. Klasse noch im Schnitt 9 Stunden und 45 Minuten, sind es in der 8. Klasse nur noch 8 Stunden und 15 Minuten. 

Wenn die Kinder regelmäßig die empfohlene Menge Schlaf bekommen, assoziieren die Mediziner der American Academy of Sleep Medicine damit eine höhere Leistungsfähigkeit. Dies sind zum Beispiel eine verbesserte Aufmerksamkeit und leichteres Lernen. Die emotionale Ausgeglichenheit zählt auch dazu. Man kennt es von sich selbst: Wenn man nicht ausgeschlafen ist, ist man leichter reizbar.

Timing, Schlafqualität, Regelmäßigkeit und Vermeidung von Störfaktoren

Für einen guten Schlaf braucht es neben der angemessenen Dauer, das richtige Timing, eine gute Schlafqualität, Regelmäßigkeit und die Vermeidung von sämtlichen Störfaktoren.

Das heißt für mich als Mami, meine Kinder gehen ins Bett, wenn mein Mann und ich es sagen (Regelmäßigkeit), sie müssen aber nicht gleich schlafen. Sie dürfen noch lesen und wenn sie dann müde sind (richtiges Timing) liegen sie schon fertig an Ort und Stelle. Sobald sie schlafen wird das Leselicht, sofern sie es nicht selbst gemacht haben, ausgemacht und das Hörspiel ausgeschaltet (Störfaktoren). Im Bett sind sie von Bettwaren umgeben, die auf sie abgestimmt sind, sodass ein ruhiger Schlaf gewährleistet ist (Schlafqualität). Achtet man auf diese Faktoren steht einem erholsamen Schlaf nichts mehr im Wege.

Die Konsensempfehlung für Schüler im Alter von sechs bis zwölf Jahren liegt bei regelmäßig neun bis zwölf Stunden Schlaf innerhalb von 24 Stunden. Dadurch wird die Gesundheit gefördert und die Kids sind fit für den Schulalltag.

Vielleicht ist es gerade in Zeiten von Homeschooling und Corona wichtig, dass die Kinder ein Stück ihres vertrauten Alltags behalten. Durch das Kontaktverbot und den Wegfall jeglicher Freizeitbeschäftigung gilt es zumindest das Zubettgeh-Ritual beizubehalten, damit die Kinder wieder erholt in den neuen Schulalltag starten können.

In diesem Sinne wünsche ich euren Kindern, auch in Zeiten von Corona, von Herzen einen guten Schlaf!

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